Ein Fenster, vier Flügel,
und einer steht offen,
sie lehnt hinaus,
ist da etwas zu hoffen?
Die Stube ist schattig,
Stuhl, Schemel stehn tief,
am Schrank Hut und Mantel,
ist da jemand, der rief?,
der sie bat: Sieh! – sehe mich,
ich steh unten, ich bin,
statt vom Acker, zurück,
hast du mich fest im Sinn,
hast du mich fest im Blick,
wie die Teller aus Zinn,
wie die kupfernen Kessel,
dann bin ich – dann fin-
de ich zurück unds wird gut
machst du zu, siehst du weg,
ist mein Zug, ist mein Weg
verglimmt wie im Stövchen die Glut.
Jakobus Vrel: Frau, sich aus dem Fenster lehnend, 1654
Kunsthistorisches Museum Wien

