Wasser, wenn es nicht mehr fließt,
nicht mehr sprudelt, keiner gießt
etwas mit ihm, und es schießt
nicht nach oben, keiner liest
an ihm einen Stand ab, dann read more / weiterlesen
Wasserwerk
Das Wasser geht hier Schritt für Schritt,
man denkt, es schuftet schwer,
dochs macht nur mit der Schwerkraft mit,
und einen Kreisverkehr
vollbringt es bloß, weil wir es pumpen
und so der Schwere trotzen, read more / weiterlesen
Die Zaspe
Sie bewegte sich behutsam. Selbst kleine Geräusche verursachten einen unangenehmen Hall. Sie kippte ein Fenster. Die Luft war staubig und trocken. Draußen, vor dem Haus, die Entrümpler : zwei stauten die Ladung, die anderen beiden rauchten. Die Wohnung jetzt leer. Eine Bürde, aber sie fühlte nicht, dass etwas von ihr abfiel. Sie ging durch die zweieinhalb Zimmer, schaute ins Bad – gut, Toilettenpapier war noch da. read more / weiterlesen
Unter fremden Sternen
Bin nicht, wo ich wohne,
bin nicht, wo ich weile,
halbiert in drei Teile,
fünftes Rad in der Fußgängerzone,
total ausm Tritt. read more / weiterlesen
Der Fußwärmer
Ein Fenster, vier Flügel,
und einer steht offen,
sie lehnt hinaus,
ist da etwas zu hoffen?
Die Stube ist schattig,
Stuhl, Schemel stehn tief,
am Schrank Hut und Mantel,
ist da jemand, der rief?, read more / weiterlesen

Diese Erzählung ist zuerst erschienen in faulheit & arbeit, der Wochenendbeilage Nr. 123 der jW für den 30. Mai – 1. Juni 2026