neu erschienen:
Der Gedichtband Hut hat drei Ecken von Martin Bartholmy
Buchvorstellung und Lesung
Donnerstag, 25. September, 18 Uhr 30
Berlin (Mitte), Z-Bar, Bergstraße 2 (Karte)
Moderation: Andreas Hahn, junge Welt
Martin Bartholmy liest aus seinem neuen Buch, dem Gedichtband Hut hat drei Ecken, darin, in drei Abteilungen – rauh, glatt und durchwachsen – Gedichte in sehr verschiedenen Stimmungs- und Tonlagen – herb, komisch und beides – und in sehr unterschiedlichen Längen – lang, kurz und mittel. Außerdem liest Martin Bartholmy Essays zur Popmusik.

Über Zeilen, Gedichtzeilen und Titel kann man auf verschiedene Art stolpern. Die Erinnerung ist da, doch das Vermögen, sich zu erinnern, woher eine Erinnerung kommt, hinkt der eigentlichen Erinnerung schwer hinterher. Besonders ausgeprägt ist dieses Missverhältnis dann, wenn es um gefügte Sprache geht – Slogans, Parolen, die catchy sind, Songzeilen und Gedichtfetzen. So ergangen ists dem Duo, das macht, was Duos tun sollen, Katz und Goldt. Zu Beginn ihres Comicbands Adieu Sweet Bahnhof von 2004 schreiben sie:
Eine Restmülltonne auf der Streuobstwiese,
Am zweiten Tag beim Frisör begann das Ganze Form anzunehmen. Die vielen dünnen, gestern geflochtenen Zöpfchen wurden geprüft, gestrafft, hier und da nachgearbeitet, ein paar aufgedröselt und neu gemacht. Dann, es war später Nachmittag geworden, lagen sie eng am Kopf, feine Reihen fest geflochtener Garben, hier und da mit Farbeinschlag, blau oder gelb. Noch eine Retusche, da und dort, da und dort noch ein Schnipp um einzelne aus der Reihe tanzende Haare zu tilgen, und schließlich saß es, saß alles. Für diesen Durchgang, diesen Schritt. Morgen dann das Styling.